Bernd Strauch | Ergänztes und neu sortiertes Dialektwörterbuch
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Vorwort

Im Erstlingswerk fand eine vom Autor umgestaltete Dialektologen-Lautschrift Verwendung. Statt des übergesetzten Striches wurden Akut und Gravis als vokalische Längezeichen eingesetzt.

Der in jeder Lautschrift übliche Verzicht auf die Buchstaben-Verdoppelung von Konsonanten nach kurzem Vokal ohne echte Langkonsonanten bewährte sich bei der modifizierten Lautschrift nicht. Deswegen wurde die deutsche Doppel­schreibung von Konsonanten 2005 im neuen Schreibverfahren der phonetisch orientierten Dialektschreibung definitiv eingeführt.

Für die Grundform des neuen Schreib­verfahrens reichen die 3 diakritischen Zeichen Akut, Gravis, Trema als Zusatz aus. Während das bekannte Trema der Umlaute etwas anders zur Anwendung gelangt, lösen Akut und Gravis das in den alten Basisdialekten verstärkt auf­tretende Problem der unterschiedlichen Vokalquantitäten des Deutschen. Diese beiden zur Bezeichnung der Vokallänge eingesetzten Zeichen lassen sich leicht als Längezeichen erkennen. Die auf der Akustik fußende phonetisch orientierte Dialektschreibung ist einfach. Mit Hilfe der Lautbegleitlehre (Phonologie) muss sie aber wissenschaftlich haltbar unter­mauert werden.

Das Befassen mit der Phonetik und der Phonologie ist kein Selbstzweck. Nach­haltig arbeitende Mundartkundige sind auf Erkenntnisse dieser Spezialgebiete angewiesen, um Dialekte angemessen dokumentieren zu können. Alle Dialekt­wörter müssen lautlich zerlegt werden. Es genügt nicht, wenn Sätze und ganze Wörter als Mundartproben erscheinen, die Einzelteile der Wörter jedoch keine aktuelle Definition erhalten. Aktivisten der Vereine sprechen die Dialektwörter und verpassen ihnen eine traditionelle Schreibweise, ohne die einzelnen Laute der Sprachwirklichkeit schriftsprachlich erklären zu wollen. Dies betrifft haupt­sächlich die heute in der Schriftsprache fehlenden Einzel- und Doppellaute der Basisdialekte.


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